Paris, 1835. Aufruhr herrscht in Europa. Frédéric Chopin ist 25 und der Star der Stadt. In Salons und bei Soireen wird er gefeiert und vom König verehrt. Er gilt als musikalisches Genie, das mit sensibler Virtuosität mehr bewegt als andere mit donnerndem Pathos. Doch hinter dem strahlenden Glanz verbergen sich Schatten: Chopins Gesundheit ist fragil und seine Musik – kühn, raffiniert, poetisch – zeigt eine Seele, die schwermütiger ist, als er offenbart, inspiriert von der Sehnsucht nach seiner polnischen Heimat. Chopin verliebt sich in die Schriftstellerin George Sand, eine unkonventionelle, scharfzüngige und furchtlose Stimme ihrer Zeit. Mit ihr erlebt er kreative Höhenflüge und schmerzhafte Krisen. Doch seine Gesundheit schwindet und die resultierende Abgeschiedenheit schlägt dem Melancholiker aufs Gemüt. Je schwächer sein Körper wird, desto entschlossener wird sein musikalischer Wille. In den späten Nocturnes und Klaviersonaten bündelt Chopin alles, was ihn ausmacht – Sehnsucht, Stolz, Verletzlichkeit und eine künstlerische Freiheit, die ihrer Zeit weit voraus ist.
Mit dem aufwändig ausgestatteten Spielfilm CHOPIN – EINE SONATE IN PARIS gelingt die beeindruckende Biografie eines der größten musikalischen Genies aller Zeiten. Der Film bringt uns eine der berühmtesten und dennoch rätselhaftesten Persönlichkeiten näher, die die Geschichte der Musik für immer veränderten. Erik Kulm in der Titelrolle balanciert virtuos zwischen den zahlreichen seelischen Facetten dieser Ikone und bringt uns eine Zeit näher, in der Musik, Liebe und Rebellion Hand in Hand gingen. Es bleibt ein Klang, dessen Zartheit kaum zu überhören ist und der ein kulturelles Erdbeben auslöste, das die Welt erhellte.
Filmografie (Auswahl)
2025
CHOPIN – EINE SONATE IN PARIS
2023
FILIP
2021
Tesciowie
2018
LIEBE IST ALLES
2006
DIE STATISTEN
CHOPIN – EINE SONATE IN PARIS ist in seiner Ambition und Ausstattung beispiellos.
Die Vorbereitungen für das Megaprojekt dauerten über zwei Jahre. Vier Monate Produktion, 54 Drehtage, 260 Schauspielerinnen und Schauspieler, über 5000 Statisten und ein über 600 Personen umfassendes Team. Beeindruckende Sets, 300 historische Fahrzeuge, darunter Kutschen, Postwägen und Omnibusse. Über 1000 gemietete Kostüme, 600 Schuhe, 200 Zylinder und hunderte Accessoires: Handschuhe, Taschen, Regenschirme, Schmuckstücke. Acht Kostümverleiher aus ganz Europa – London, Paris, Madrid, Berlin, Łódź und Warschau – entwickelten während der vier Monate langen Produktionsvorbereitungen die Kostüme.
Teile des Films wurden in Frankreich, u.a. in Bordeaux, und in Spanien gedreht. Außenaufnahmen fanden u.a. in Lubiąż, Szczawno, Żelazno sowie in Pszczyna und Żagań in Polen statt. Zur Besetzung gehören Polnisch, Französisch und Spanisch sprechende Schauspielerinnen und Schauspieler. Eryk Kulm (Chopin) spielte alle im Film zu hörenden Musikstücke eigenhändig ein. Das musikalische Training fand unter dem Musiker Kamil Borkowski statt. Eryk Kulm wurde von dem auf historische Klassik spezialisierten Pianisten Janusz Olejniczak unterrichtet. Das Team erhielt Unterstützung von dem renommierten polnischen Pianisten Tomasz Ritter. Für den Film schrieb er Chopin-ähnliche Improvisationen und betreute Teile der Postproduktion mit. Die Auswahl historisch korrekter Klaviere und die Übersicht aller musikalischen Elemente der Drehbuchentwicklung geschahen mit Hilfe eines Expertenteams des Fryderyk Chopin Instituts.
Der Regisseur Michał Kwieciński kommentiert: „Wir haben einen Film gedreht, von dem wir hoffen, dass er alle überraschen wird, die mit den Fakten aus dem Leben von Chopin nicht vertraut sind. Er basiert ausschließlich auf tatsächlichen Ereignissen. Ich habe viele Bücher über diesen Mann gelesen und fand, dass sie nicht widerspiegeln, wie er wirklich war. Das hat mich dazu gebracht, ihn aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Wir wissen nicht wirklich viel über den großen klassischen Komponisten und haben definitiv keine Vorstellung davon, wie er als Mensch war. Ich möchte seinen Charakter zeigen, seine private Seite, die Teile von ihm, die niemand kannte, weil er sie vor der Welt verbarg. Ich interessiere mich für Menschen, die aus irgendeinem Grund die Wahrheit über sich selbst verbergen müssen. Menschen, deren Inneres und deren Kämpfe völlig im Widerspruch zu ihrem äußeren Erscheinungsbild stehen. Menschen, die wie Chopin ihre Gefühle nicht offen zeigen, weil sie nicht wollen, dass andere in ihr Privatleben und ihre Gefühle eindringen, was sie dazu veranlasst, eine extrovertierte Fassade aufzubauen. Es gibt viele Hinweise darauf, dass die persönliche Seite von Chopin sich völlig von der öffentlichen Person unterschied. In seinem kurzen Leben wurde er von drei Kräften begleitet: Liebe, Musik und Krankheit, die alle bis zum Ende um ihn wetteiferten. Und genau darum geht es in CHOPIN – EINE SONATE IN PARIS, um das Schicksal und die Psyche eines schönen, einzigartigen Mannes. Ich möchte den Kampf zwischen Tod und Musik zeigen, der ein Kampf um Chopins Seele ist. Und keiner von beiden ist bereit aufzugeben.“
Inspiriert wurde Michał Kwieciński von dem Schauspieler Eryk Kulm, der über seinen großen Traum sprach, diesen Mann einmal zu spielen. „Ich war so fasziniert von diesem Gedanken, dass ich mich mehr mit dem Thema beschäftigte und alle verfügbaren Bücher über den berühmten Komponisten las. Als ich den norwegischen Film DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT sah, wusste ich, dass ich einen Schlüssel gefunden hatte, Chopin wiederzubeleben: durch 11 Sequenzen, 11 separate Geschichten, die sich alle auf den Komponisten konzentrieren“, sagt der Regisseur.
CHOPIN – EINE SONATE IN PARIS ist keine lineare Biografie ist, das betonen die Filmemacher ausdrücklich Der Film zeigt eine neue Seite des großen Musikers. Einen jungen Mann, der das Leben liebt, aber hinter einer Maske aus sprühendem Witz eine tiefe Traurigkeit verbirgt. Das Enfant terrible seiner Zeit, Dandy, Rebell, verführerischer Außenseiter, der den Großteil seiner Energie darauf verwendete, geliebt und beliebt zu sein, bis er am Ende seines Lebens erkannte, dass das Einzige, was zählt, die Musik ist.
Der größte polnische Komponist und Pianist wurde 1810 als Fryderyk Franciszek Chopin in dem Dorf Żelazowa Wola geboren. Kurze Zeit später zog seine Familie nach Warschau. Chopin war seit seiner frühen Kindheit von Musik umgeben. Sein Vater spielte Flöte und Violine. Seine Schwester Ludwika erlernte als erste der Chopin-Kinder das Klavier und führte ihren Bruder in das Instrument ein. Chopin wuchs in einem behüteten und liebevollen Umfeld auf. Mit sechs Jahren erhielt er Privatunterricht. Sein Lehrer bemerkte schnell das Talent des Jungen und führte ihn in die Welt der großen Meister, wie Bach und Mozart, ein. Bald begann Fryderyk seine ersten eigenen Stücke zu komponieren. Mithilfe seines Vaters erreichte er weitere Bekanntheit und hatte schnell den Ruf eines Kindergenies.
1818 lobte ihn die Zeitung Pamiętnik Warszawski als „ein wahres musikalisches Genie, denn er spielt nicht nur selbst die komplexesten Stücke mit höchstem Geschmack und Leichtigkeit, sondern hat auch einige Tänze und Variationen komponiert, die Musikliebhaber nach wie vor begeistern.“ So begann der junge Chopin in den Adelshäusern und Salons Warschaus aufzutreten, darunter die Häuser der Czartoryskis, Radziwiłłs und das Gefolge von Großherzog Konstanty. Sein musikalisches Talent entwickelte sich unglaublich schnell.
Die folgenden Jahre verbrachte er mit Lernen und zahlreichen Auftritten. Gelobt für seine Virtuosität und eine Interpretationskraft, die seinem Alter weit voraus waren, begann er, sich an der schwierigen Kunst der Improvisation zu versuchen, sowohl privat für seine Freunde als auch in den noblen Salons. Chopins akademische Interessen beschränkten sich jedoch nicht nur auf die Musik. Er erhielt eine umfassende Ausbildung. Sein Erfolg war so berauschend, dass er sich kopfüber in gesellschaftliche und berufliche Verpflichtungen stürzte. Am 11. Oktober 1830 fand Chopins Abschiedskonzert im Nationaltheater statt. Im November verließ er Warschau und zog nach Wien. Im Herbst 1831 erreichte er Paris. Hier versuchte Fryderyk Chopin, an seine bisherigen Erfolge anzuknüpfen, hatte aber zunächst wenig Erfolg. Es war eine harte Zeit. Er war fast mittellos und die zunehmenden organisatorischen Herausforderungen entmutigten ihn. Ende Februar 1832 gab er schließlich ein Konzert für die musikalische Elite jener Zeit – darunter vor allem Franz Liszt und François-Joseph Fétis. Sein Freund Antoni Orłowski schrieb an seine Familie in Polen: „Er hat die lokalen Pianisten in den Schatten gestellt, Paris ist völlig von ihm begeistert.“ Es war ein Triumph. Chopin wurde mit Anfragen verschiedener Adelsfamilien überschüttet, ihren Sprösslingen Klavierunterricht zu geben und er beschloss, in Paris zu bleiben.
Kurz darauf lernte Chopin Aurora Dudevant kennen, eine sechs Jahre ältere geschiedene französische Schriftstellerin, die unter dem Pseudonym George Sand schrieb. Sie war eine der berühmtesten Frauen ihrer Zeit und sollte sein Leben für immer verändern. Chopins Beziehung zu George Sand dauerte fast bis zu seinem Tod. In dieser gemeinsamen Zeit schuf er einige seiner besten Werke, und die Momente, die er in Sands Sommerhaus in Nohant verbrachte, gehörten zu den glücklichsten seit der Auswanderung aus seiner polnischen Heimat.
Im Jahre 1837 schuf Chopin nicht viel Neues, aber aufgrund seiner Arbeitsweise, bei der er jedes einzelne Detail endlos perfektionierte, war die Qualität seiner Kompositionen außergewöhnlich. Er entwickelte seinen Stil weiter und vervollkommnte ihn, sammelte ein immenses künstlerisches Potenzial, das nur auf den richtigen Moment zu warten schien, um seine volle Kraft zu entfalten. Dieser Moment kam, als Chopin im Winter 1838 mit George Sand nach Mallorca reiste. Zu dieser Zeit entstanden einige seiner größten Werke, obwohl er schwer krank war (aufgrund seiner Symptome wurde bei ihm Tuberkulose diagnostiziert) und sich sein Zustand im ungünstigen feuchten Klima der spanischen Insel zu dieser Jahreszeit verschlimmerte. George Sand schrieb auf ihrer Rückreise: „Todkrank schuf er auf Mallorca Musik, die an das Paradies denken lässt. Ich bin so daran gewöhnt, ihn mit dem Kopf in den Wolken zu sehen, dass ich glaube, dass Leben und Tod für ihn keine Bedeutung mehr haben. Er scheint nicht zu wissen, auf welchem Planeten er sich befindet.“ Nach ihrer Rückkehr verbrachte Chopin seine Sommer auf George Sands Anwesen in Nohant und kehrte für den Rest des Jahres nach Paris zurück. In Nohant arbeitete er auch weiter an neuen Kompositionen. Er war nach wie vor sehr beliebt, gab zahlreiche Klavierstunden und private Konzerte in Salons, nahm aktiv am künstlerischen Stadtleben teil, hielt Kontakt zu den polnischen Emigrantenkreisen und arbeitete mit Verlegern zusammen. Nohant wurde zu seinem zweiten Zuhause.
Eine wachsende Kluft zwischen ihm und seiner Geliebten, wahrscheinlich verursacht durch die zunehmende Feindseligkeit von George Sands Sohn Maurice gegenüber Chopin, machte es dem Komponisten immer schwerer, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Als er Nohant im November 1846 verließ, ahnte er, dass er nie wieder zurückkehren würde. Trotz seiner Bemühungen verschlechterte sich seine Beziehung zu Sand weiter. Es gab einen Konflikt zwischen George Sand und ihrer Tochter Solange, von dem Chopin nichts wusste. Als er Solange im Juli 1847 half, ahnte er nicht, dass dies zu einer wachsenden Eifersucht Sands auf Chopins Freundschaft zu ihrer Tochter führen würde. Schließlich beendeten sie ihre Beziehung, wovon sich Chopin nie erholte. Er hörte praktisch auf, Neues zu komponieren, arbeitete aber u.a. weiter an den Mazurkas op. 63, den Walzern op. 64 und der Cellosonate in g-Moll op. 65. Trotz seiner sich verschlechternden Gesundheit, Erschöpfung und Fieber gab er am 16. November 1848 ein letztes Konzert bei einer Benefizveranstaltung für polnische Emigranten in der Guildhall in London.
Zurück in Paris versuchte er, seine Krankheit zu bezwingen, er schrieb und gab weiterhin Unterricht, aber seine Kräfte schwanden. Im Sommer 1849 bat er seine Schwester Ludwika nach Paris zu kommen und sich um ihn zu kümmern, aber es war zu spät. Chopin lag im Sterben.
Paradoxerweise war sein Tod, obwohl er nur wenige Monate zuvor fast völlig allein gewesen war, praktisch eine öffentliche Angelegenheit. Laut der berühmten Sängerin Pauline Viardot „sah es jede vornehme Pariser Dame als ihre Pflicht an, in seinem Zimmer in Ohnmacht zu fallen”. Er starb am 17. Oktober 1849 um 2:00 Uhr morgens. Sein Leichnam wurde auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris beigesetzt. Gemäß dem Willen des Komponisten brachte seine Schwester Ludwika sein Herz nach Polen, wo es in einer Säule der Heilig-Kreuz-Kirche in Warschau beigesetzt wurde.ückgrat zu zeigen.“
Eryk Kulm
als Frédéric Chopin
Joséphine de La Baume
als George Sand
Cast
Eryk Kulm
Frederic Chopin
Joséphine de La Baume
George Sand
Victor Meutelet
Franz Liszt
Lambert Wilson
King Louis Philip I
Karolina Gruszka
Delfina Potocka
Maja Ostaszewska
Tekla Justyna Chopin
Michał Pawlik
Jan Matuszyński
Kamil Szeptycki
Julian Fontana
Dominika Ostałowska
Teresa Wodzińska
Martyna Byczkowska
Maria Wodzińska
Crew
Regie
Michał Kwieciński
Drehbuch
Bartosz Janiszewski
Kamera
Michał Sobociński
Musik
Robot Koch
Szenenbild
Katarzyna Sobańska, Marcel Sławiński
Kostümbild
Magdalena Biedrzycka, Justyna Stolarz
Maske
Dariusz Krysiak
Ton
Marcin Matlak
Schnitt
Piasek & Wójcik
Herstellungsleitung
Tomasz Morawski
Produktionsleitung
Marcin Kupiecki
Casting
Maria Kownacka, Cassandra Han, Anna-Lisa Tomaszewski
Produktion
Michał Kwieciński (Akson Studio), Małgorzata Fogel-Gabryś
Produktionsfirma
AKSON STUDIO
Koproduktion
Telewizja Polska S.A., Wytwórnia Filmów Fabularnych we Wrocławiu, Canal+ Polska, Lower Silesia Film Center, EC1 Łódź – City of Culture, Mazovia Institute of Culture, The Fryderyk Chopin Institute, Silesia Fil
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Filmpatin: Olga Chelova
22.10.2026, 20:00 Uhr
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Filmpatin: Anna Zassimova
22.10.2026, 18:00 Uhr
Filmpatin: Max Mostovetski
22.10.2026, 20:00 Uhr
Filmpate: Reimund Merkens
22.10.2026, 18:30 Uhr
Filmpatin: Hildegard Pohl
23.10.2026, 19:30 Uhr
Filmpate: Jonah Samuel Stabe
22.10.2026, 19:30 Uhr
Filmpate: Reimer Treplin
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